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Die Prostata, das unbekannte Wesen?
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Informationen und Anregungen zu einem Thema für Männer
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Mit Prostata-Check
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| Logo: |
Sandoz |
S. 2/3 |
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| Vorwort: |
Sprechen wir darüber
Zunächst wollen wir Sie mit einer guten Nachricht auf das Thema „Prostata“ einstimmen: Sie sind nicht alleine, wenn Sie sich Gedanken über Ihre „Vorsteherdrüse“ machen, wie die Prostata auf deutsch heißt. Fast jeder Mann bekommt es irgendwann einmal im Leben mit ihr zu tun. Und etwa zwei von drei Männern müssen sich in der zweiten Lebenshälfte mit einer Vergrößerung ihrer Prostata auseinandersetzen. Eines der Hauptprobleme dabei: Nur rund 10 Prozent der Männer gehen zur Früherkennung. Meist aus Unkenntnis darüber, was es mit der Veränderung der Prostata auf sich hat.
Wir möchten Ihnen mit dieser Broschüre dabei helfen, Ihr Wissen über die Prostata auf den neuesten Stand zu bringen. Durch sorgfältige Information über dieses hochinteressante Organ, durch Darstellung von Symptomen und Beschwerden und insbesondere durch Aufklärung über vorbeugende und therapierende Maßnahmen. Dazu gehört auch der Prostata-Check, zu dem wir Sie, wie zum Studieren dieser Broschüre, herzlich einladen.
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S. 6/7 |
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| HL: |
Die Prostata: Bringt den Samen auf Trab
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| Hf: |
Sie ist im Normalfall ungefähr kastaniengroß und erreicht bei einem erwachsenen Mann ein Gewicht von etwa 20 Gramm. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Samenfäden die notwendige Power für den Weg zur Eizelle zu geben. Besondere Kennzeichen: sie neigt im Alter zur Vergrößerung.
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| Hf: |
Der Name der Drüse
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| C: |
Das ist es also in knappen Worten, das Kurzprofil der Prostata. Die deutsche Übersetzung „Vorsteherdrüse“ des aus dem Lateinischen stammenden Begriffs kommt übrigens von ihrer Lage unterhalb der Harnblase, direkt vor dem Blasenausgang. Sie steht dem Ausgang sozusagen „vor“.
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| Hf: |
Was sie ist und kann
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| C: |
Die Prostata besteht aus einer Vielzahl von Drüsenkanälchen, aus Bindegewebe und Muskelzellen. Sie gehört wie beispielsweise die Hoden und Nebenhoden zu den männlichen Sexualorganen und liefert das Prostatasekret, das der Ernährung der Samenfäden (Spermien) dient sowie deren Fortbewegung ermöglicht. Die Produktion des Sekrets wird übrigens durch das männliche Hormon Testosteron ausgelöst.
Das Sekret wird bei jedem Samenerguss über feine Ausführungsgänge in die hintere Harnröhre transportiert und dort mit den Spermien vermischt. Dass die Prostata darüber hinaus auch Wirkstoffe wie das prostataspezifische Antigen (PSA) in die Blutbahn abgibt, ermöglicht es dem Arzt, Prostataerkrankungen und deren Verlauf auch durch eine Blutanalyse zu erkennen und zu verfolgen.
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S. 8/9 |
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| HL: |
Das Wachstum der Prostata: Mal gut, mal lästig
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| Hf: |
Im Handumdrehen von 1 auf 20
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| C: |
Ganze 1 bis 2 Gramm wiegt die Prostata bei einem Jungen im Säuglingsalter. Bis zum 20. Lebensjahr des jungen Mannes entwickelt sie sich dann kräftig, nimmt um rund das 10fache zu und erreicht mit 18 bis 20 Gramm ihr gesundes Kampfgewicht. Damit ist zunächst mal Schluss mit dem Wachsen. Eine weitere Zunahme von Größe und Gewicht beginnt erst wieder ab dem 40. Lebensjahr. Meist geht diese späte Wachstumsphase sehr langsam voran. Und die allmähliche Vergrößerung wird erst wahrgenommen, wenn sich erste Beschwerden einstellen, wie beispielsweise Probleme beim Wasserlassen.
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| Hf: |
Sind die Hormone schuld?
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| C: |
Bis heute ist man sich trotz intensiver Forschung nicht sicher, wodurch die sogenannte gutartige Prostatavergrößerung ausgelöst wird. Vieles spricht dafür, dass eine altersbedingte Veränderung des männlichen Hormonhaushalts dafür verantwortlich ist. Unter anderem das Ungleichgewicht zwischen den auch bei Männern vorhandenen Östrogenen, den weiblichen Geschlechtshormonen, und den Androgenen, den männlichen Geschlechtshormonen. Die meisten Fachleute sind heute der Meinung, dass die Substanz Dihydrotestosteron (DHT) aus dem in der Prostata umgewandelten Hormon Testosteron die entscheidende Rolle bei der Entstehung der benignen Prostatahyperplasie (kurz BPH) spielt, wie die gutartige Prostatavergrößerung vom Arzt genannt wird. Auf den nächsten Seiten mehr darüber.
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| Abb.: |
Wie eine Perle am Faden umschließt die Prostata die Harnröhre. Vor der Pubertät ist sie so klein, dass sich die Harnblase völlig ungehindert entleeren kann.
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| Abb.: |
Auch nach der Pubertät ist der freie und ungestörte Harndurchfluss gewährleistet. Die Prostata hat nun rund das 10fache ihres ursprünglichen Gewichts und erfüllt ihre Aufgabe als Produzentin des Prostatasekrets.
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| Abb.: |
Bei der Prostata eines Mannes über 60 Jahren hat die
zweite Wachstumsphase zu einer Verengung der Harnröhre
geführt. Die Folge sind Beschwerden beim Wasserlassen
sowie ein verzögerter, abgeschwächter Harnstrahl.
Bereits in diesem ersten Stadium der gutartigen Prostatavergrößerung
empfiehlt es sich dringend, einen Arzt zu konsultieren. Er
wird die weitere Entwicklung beobachten und bei Bedarf eine
geeignete Therapie vorschlagen. |
S. 10/13 |
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| HL: |
BPH: Benigne Prostatahyperplasie – kein Buch mit sieben Siegeln
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| Hf: |
Keiner will sie, viele haben sie
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| C: |
Die am häufigsten auftretende Prostataerkrankung ist die gutartige Prostatavergrößerung, auch benigne Prostatahyperplasie (kurz BPH) genannt. Ab dem 50. Lebensjahr leidet jeder zweite Mann darunter, von den 60 bis 70jährigen sind sogar drei Viertel betroffen. Für die Entstehung der BPH gibt es zwei mögliche Ursachen: Erstens, das Gewebe der Prostata hat sich vergrößert. Oder zweitens, die Muskulatur der Prostata und des Harnblasenhalses ist angespannt. In beiden Fällen wird die Harnröhre so eingeengt, dass es Schwierigkeiten beim Wasserlassen gibt.
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| Hf: |
Wenn es nicht mehr richtig abläuft
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| C: |
Welche Probleme kann es denn nun geben beim Wasserlassen? Die Schwierigkeiten sind eigentlich ganz einfach: Mann muss häufiger als früher zur Toilette, verspürt oft heftigen Harndrang, kann nur in kleinen Mengen, muss bald danach wieder auf die Toilette, hat einen schwächeren Harnstrahl oder träufelt nach. In schweren Fällen kann die BPH sogar zu einem Harnstau führen. Soweit sollte und muss es nicht kommen. Denn je frühzeitiger hier der Arzt die Ursachen erkennt und eine Behandlung beginnt, um so einfacher und wirksamer ist sie.
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| Kasten SL |
Häufige Fragen – fachliche Antworten
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| C: |
Was versteht man unter einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse (BPH)?
Eine Veränderung, bei der sich Teile der Drüse über einen Zeitraum von Jahren langsam vergrößern. Diese Art der Vergrößerung stellt keinen bösartigen Prozess dar.
Ist es natürlich, dass bei allen Männern mit zunehmendem Alter eine BPH eintritt?
Ja. Im Alter von 40 bis 45 Jahren beginnt sich die Prostata bei fast allen Männern langsam zu vergrößern.
Verursacht die Vergrößerung bei jedem Mann Beschwerden?
Nein. Die meisten Männer gehen ohne derartige Störungen durchs Leben. Man muss sich vor Augen halten, dass die Vergrößerung der Vorsteherdrüse eine Begleiterscheinung der normalen Alterungsprozesse ist.
Wie kann man wissen, ob die Vergrößerung eine ärztliche Überwachung erforderlich macht?
Man erkennt es an der Beeinträchtigung der normalen Harnentleerung.
Was kann bei einer BPH schließlich geschehen?
Der Patient kann plötzlich unfähig sein, Harn zu lassen. Diesen Zustand bezeichnet man als akute Harnverhaltung.
Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der sexuellen Aktivität und der Vergrößerung der Prostata?
Nein.
Müssen sich alle Männer mit einer BPH einer Operation unterziehen?
Nein. Von den Männern die Beschwerden haben, braucht nur jeder Vierte eine Operation.
(Aus: Der Körper des Menschen. Faller. Thieme Verlag)
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| Hf: |
Rechtzeitig Maßnahmen einleiten
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C:
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Wenn eine BPH rechtzeitig erkannt wird, kann sie in den meisten Fällen ohne eine Operation behandelt werden. Die Untersuchung ist üblicherweise harmlos und die Behandlung der Beschwerden zwar meist längerfristig angelegt, jedoch bei rechtzeitigem Beginn relativ einfach. Gibt es heute doch eine ganze Reihe von modernen Medikamenten, die bereits aufgetretene Beschwerden lindern oder beseitigen. Häufig führen sie zu einem Rückgang von Schwellungen und Entzündungen, beeinflussen die hormonellen Veränderungen und können auch das Wachstum der Prostata verzögern. Nur im fortgeschrittenen Stadium, wenn alle Medikamente keine Erleichterung mehr bringen, kann eine Operation notwendig werden.
Soweit muss es jedoch nicht kommen. Bei Beachtung einiger praktischer Regeln kann man diese Alterserscheinung zügeln, auch ohne große Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Mehr dazu am Ende der Broschüre. Doch zunächst zu einer ausführlichen Beschreibung der Symptome und Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung.
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